Farne

Farne gehören zu den ältesten Pflanzen der Erde und unterscheiden sich grundlegend von den meisten Zimmerpflanzen, da sie keine Blüten oder Samen bilden, sondern sich über Sporen vermehren. Viele der im Handel erhältlichen Arten stammen aus tropischen Wäldern und sind an gleichmäßig feuchte, schattige Bedingungen angepasst.

Ihr Wachstum erfolgt über Wedel, die je nach Art fein gefiedert oder kompakt ausgebildet sind und sensibel auf Veränderungen in Umwelt und Pflege reagieren.
👁Alles auf einem Blick:
- Schwierigkeitsgrad: mittel
- Licht: hell bis halbschattig, indirekt
- Wasser: gleichmäßig feucht
- Luftfeuchte: hoch
- Substrat: locker, humos, Kokosfasern, Perlit
📝Merkmale:
- Filigrane, gefiederte Blätter (Wedel)
- Farne sind sporenbildende Pflanzen ohne Blüten oder Samen
- stammen meist aus tropischen bis subtropischen Regionen
- wachsen als Bodenpflanzen oder epiphytisch
- reagieren empfindlich auf Trockenheit und Luftschwankungen
- es gibt Unterschiede innerhalb der Gattung:
> Nephrolepis: buschig wachsend
> Asplenium: kompakte Rosetten
> Platycerium: epiphytisch, sehr luftig
> unterschiedliche Blattstrukturen je nach Art
💚Beliebte Arten:
- Schwertfarn (Nephrolepis)
- Nestfarn (Asplenium)
- Frauenhaarfarn (Adiantum, etwas anspruchsvoller)
- Platycerium bifurcatum
- Microsorum Arten
🏠Standort in der Wohnung:
- halbschattiger bis schattiger Platz, keine direkte Sonne
- Temperatur: 18 – 24°C
- Luftfeuchtigkeit: hoch (60 – 80%)
- Wichtig: perfekt für Badezimmer (wenn hell genug), empfindlich gegenüber trockener Heizungsluft
💦Gießen:
- Erde immer leicht feucht halten, niemals komplett austrocknen lassen
- Zimmerwarmes, kalkarmes Wasser verwenden (am besten Regenwasser)
- Im Sommer: ca. 2 – 3x pro Woche
- Im Winter: etwas weniger, aber weiterhin regelmäßig
- Staunässe unbedingt vermeiden (zum Beispiel über eine Drainage), da es sonst zu Wurzelfäule kommen kann
🤎Erde/Substrat:
- Ideal ist hochwertige Blumenerde gemischt mit Kokosfasern und etwas Perlit
- Ziel: gute Wasserspeicherung und lockere Struktur
💩Dünger:
- Wachstumsphase (Frühjahr-Sommer): alle 2 – 4 Wochen schwach düngen
- Winter: wenig bis gar nicht
- Schwach dosierter Flüssigdünger
- Wichtig: Farne reagieren empfindlich auf Überdüngung
Pflege:
- Etwas anspruchsvoller als viele andere Zimmerpflanzen
- Brauchen konstant passende Bedingungen
- Wichtig: nicht austrocknen lassen, hohe Luftfeuchtigkeit ist entscheidend
🆘Häufige Probleme:
- Braune Blattspitzen > trockene Luft
- Vertrocknete Wedel > Wassermangel
- Gelbe Blätter > zu viel Wasser oder Staunässe
- Blattverlust > Standortwechsel oder Stress
❄️Winterpflege
- Gießmenge reduzieren
- Luftfeuchtigkeit hoch halten
- nicht austrocknen lassen
- Abstand zu Heizungen
🌿Allgemeiner Pflegehinweis:
Für langfristig gesunde Pflanzen empfiehlt sich die Kombination aus organischer und mineralischer Düngung, da beide Systeme unterschiedliche Vorteile für Wachstum, Mikrobiologie und Nährstoffverfügbarkeit bieten. Zusätzlich sollte der pH-Wert des Gießwassers regelmäßig kontrolliert und je nach Pflanzengattung angepasst werden, da er direkten Einfluss auf die Aufnahme von Nährstoffen hat. Auch der Leitwert (EC) des Wassers sollte an die jeweilige Pflanzengruppe, Größe und Wachstumssituation angepasst werden.
Stehen Pflanzen dauerhaft unter Zusatzbeleuchtung und bleiben Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit auch im Herbst und Winter konstant, kann die Pflege häufig ähnlich wie während der sommerlichen Wachstumsphase fortgeführt werden. Dazu zählen insbesondere Gießverhalten, Düngung und allgemeine Wachstumsbedingungen.Blätter und Neuaustriebe sollten regelmäßig auf Schädlinge kontrolliert werden, da ein früher Befall deutlich einfacher zu behandeln ist. Bei festgestellten Schädlingen empfiehlt sich eine schnelle Isolation der betroffenen Pflanze, um eine Ausbreitung zu vermeiden. Zur Vorbeugung und Behandlung bevorzugen wir den Einsatz von Nützlingen und biologischen Maßnahmen. Stärkere Pflanzenschutzmittel sollten möglichst nur im Ausnahmefall und gezielt eingesetzt werden.
Bei Schädlingsbefall können Blätter vorsichtig abgespült werden. Dabei sollte möglichst verhindert werden, dass belastetes Wasser in das Substrat gelangt.

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